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5 nützliche Marketing-Tipps für mehr Erfolg im Jahr 2016

Frohes neues Jahr 1024px

Es geht rasend schnell voran. Zum einen die Technologie im Internet. Zum anderen entstehen durch diesen Technologie-Wandel immer neue Geschäftsfelder und Möglichkeiten, mit potenziellen Kunden in Kontakt zu kommen.

Was die Zukunft bringt? Wir sind keine Hellseher. Auch keine selbsternannten Propheten.

Aber einige Trends, die Ende 2015 wichtig waren, werden auch die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit (PR) und das Marketing im Jahr 2016 prägen. Fünf Tipps für das Jahr 2016 haben wir zusammengestellt. Ausgewählt hauptsächlich für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Unsere Tipps sind keineswegs vollständig und abschließend. Sie sollen Unternehmen und Freiberuflern nur als Anregung dienen. Auf effekthascherische Fachbegriffe wurde in diesem Beitrag soweit wie möglich verzichtet.

1. Unterwegs und immer online

Zuhause wird das Tablet im Wohnzimmer genutzt, unterwegs im Bus das Smartphone und am Arbeitsplatz der herkömmliche PC. Das ist nur ein Beispielszenario. Denn die Nutzung von Angeboten im Internet teilt sich schon längst nicht mehr in mobile Nutzung unterwegs oder in Nutzung von fest installierten PCs. Vielmehr wird dort und dann gesurft, wo es gerade passt. So informiert man sich vielleicht mobil über ein interessantes Angebot, wenn man auf dem Weg von der Arbeit nach Hause ist. Zu Hause wird dann über den PC gekauft oder gebucht. Daraus den Schluss ziehen zu wollen, dass mobile Anwendungen nicht dazu geeignet sind, Geschäfte zu tätigen, hat sich als Trugschluss erwiesen. Mittlerweile nehmen auch die Buchungen und Bestellungen, die von mobile Geräten wie Smartphone oder Tablet abgewickelt werden, deutlich zu.

Es gibt optimierte Websites, die bis zu 60% von mobilen Geräten abgerufen werden. Doch sehr viele Internet-Auftritte sind an diese Gegebenheiten nicht angepasst.

Die Aufgabenstellung für das Webmarketing in nächster Zeit wird es nicht nur sein, den Webauftritt für mobile Nutzung zu optimieren. Vielmehr wird es immer wichtiger, in „mobile“ zu denken. Wie surft der User auf meiner Website, wenn er mobil auf sie zugreift? Wie helfe ich ihm, das Gesuchte auch schnell zu finden? Wie reduziere ich mobile Text- und Bildinformationen auf das Wesentliche, ohne das Wichtige zu vergessen.

Die Aufgabe für 2016: Think mobile.

2. Bilder, die sich bewegen

Es wird viel darüber geschrieben und noch mehr darüber geredet: Bewegtbild im Internet wird weiterhin immer wichtiger. Bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Aber noch mehr Aufmerksamkeit erwecken Videos im Web. Das müssen nicht immer nur aufwändig produzierte Unternehmensfilme sein. Ganz im Gegenteil: Erfahrene Video-Macher berichten, dass es nicht die teuer produzierten Filme sind, die die meisten Klicks erzeugen. Vielmehr interessiert die User eher die Themen, die ihnen einen Nutzen oder Mehrwert bieten. Das kann auch ein emotionaler Mehrwert sein. Und da ist Glaubwürdigkeit (Authentizität) wichtiger als technische oder filmische Perfektion.

Videos werden von Usern im Internet gerne angesehen. Google hat das auch schon lange erkannt und belohnt Websites mit Bewegtbild mit besseren Platzierungen in Suchergebnissen. Und da der Videokanal Youtube zu Google gehört, werden Videos, die dort präsent sind, auch gelegentlich bevorzugt in den Suchergebnissen angezeigt.

Die Aufgabe für 2016: Umsetzen einer Bewegtbild-Strategie

Hier ein Beispiel:
Rechtsanwalt Solmecke hat mit seiner Video-Strategie 8.000 neue Kunden über das Internet gewonnen: … hier geht es zu seinem Youtube-Kanal

3. Medienarbeit – Der Wandel geht weiter

Entlassungen über Entlassungen. Die großen Medienhäuser, insbesondere Zeitungsverlage, haben in den letzten Jahren ihre Mitarbeiterzahl zum Teil drastisch reduziert. Hintergrund ist der digitale Medienwandel. Zeitungen und Zeitschriften verlieren bei ihren gedruckten Produkten fast alle an Auflage und an Anzeigenkunden. Werbebudgets wandern immer mehr ins Internet. Leserinnen und Leser bekommen unendlich viele Informationen kostenfrei oder kostenpflichtig ebenfalls im Internet.

Die Folge: Es gibt in den Medien immer weniger Redakteure, die immer mehr erledigen müssen. Für die Medienarbeit bedeutet dies zum einen, dass Pressetexte, Presseinfos, Pressegespräche, Pressekonferenzen noch mehr als zuvor die Arbeit der Redaktionen erleichtern sollten. Weniger werbliche Presse-Informationen wünschen sich die meisten Redakteure. Besser aufbereitete und vorbereitete Pressekonferenzen. Schnellerer Zugriff auf Unternehmensinformationen, Bilder und Texte. Die Wunschliste für eine effiziente Medienarbeit ist lang.

In 2015 schon längst kein Novum mehr: die Blogger. Aber das Jahr 2015 hat bewiesen, dass es einzelnen Bloggern dauerhaft gelingen kann, mehr Leser an sich zu binden als herkömmliche Medienmarken dies oftmals vermögen. Erst von den etablierten Medien und den altbackenen Journalisten verspottet und auch später oft nicht für voll genommen, haben Blogger gezeigt, dass sie aus der Internet-Welt nicht mehr wegzudenken sind.

Die Medienarbeit für das Jahr 2016 wird somit aufwändiger, weil Redaktionen zielgenauer zu bedienen sind. Und es gilt auch mehr denn je, ausgesuchte Blogs (nicht alle) als vollwertige Medienpartner zu akzeptieren.

4. Kundendialog über alle Kanäle

„Ach, Facebook, das ist doch Quatsch, so was brauchen wir nicht.“ Viele Unternehmen und Freelancer können mit Social-Media-Kanälen immer noch nichts anfangen. Dabei entstehen immer mehr Kanäle, auf denen sich auch für etablierte Unternehmen potenzielle Kunden tummeln.

Um seine Kunden zu erreichen, wird man seine Unternehmenskommunikation auch in Zukunft auf immer mehr neue Kanäle anpassen müssen. Segmentierung ist das Stichwort: Man wird die Kunden dort abholen müssen, wo sie sich aufhalten. Und soziale Medien wie Facebook und Twitter gehören zum kommunikativen Umfeld vieler Käufer, Entscheider, Interessenten und Kunden.

Die Aufgabe für 2016: Zügiger Ausbau einer umfassenden Mehr-Kanal-Strategie

5. Alter Wein in neuen Schläuchen: Content Marketing oder Inhalte zählen

Content Marketing bedeutet nichts anderes als gute Inhalte. Über Content Marketing wird viel diskutiert. Ist Content King – und wie wichtig ist dieser für das Online-Marketing? Der Begriff ist relativ jung, aber worum es geht, ist ein alter Hut. Es geht um Inhalte. Gute Inhalte. Und diese können aus Texten, Fotos, Videos, Audios, E-Books, Case Studies oder Infografiken bestehen.

Aufgabe für 2016: Gute Inhalte erstellen und die Website regelmäßig pflegen und ergänzen.

Ertay Hayit

Autor: Ertay Hayit

Ertay Hayit, Jahrgang 1954, studierte Kommunikationswissenschaften. Er ist Journalist, Verleger und Geschäftsführer einer Werbeagentur und PR-Agentur in Köln. Mehrere hundert Sach- und Ratgeberbücher hat er als Herausgeber oder Verleger betreut. Ungezählt seine Artikel und Beiträge für Zeitschriften oder in den letzten 15 Jahren für Webmagazine. Als Chefredakteur und Verleger betreut er unter anderem diverse Internet-Magazine.

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